Rottweiler Musiker erstmals bei Hänselejuck

Der Höhepunkt der Überlinger Fasnet steht bevor: Am Samstag, 14. Februar, zieht der Hänselejuck durch die bengalisch beleuchtete Innenstadt. Rund 1500 kleine und große Hänsele werden daran teilnehmen, begleitet von insgesamt sechs Musikkapellen.

Mit dabei sind der Spielmanns- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen, die Jugendkapelle sowie die Stadtkapelle Überlingen. Außerdem musizieren der Musikverein Altheim und der Musikverein „Harmonie“ Boll. Die Musikerinnen und Musiker aus dem Oberndorfer Stadtteil Boll bereichern den Hänselejuck bereits seit längerer Zeit und sind in regelmäßigen Abständen zu Gast.

Erstmals nimmt in diesem Jahr der Musikverein „Frohsinn“ Rottweil-Altstadt am Hänselejuck teil. Die Musikerinnen und Musiker aus der befreundeten Narrenstadt am Neckar begleiten die Hänsele zum ersten Mal und reisen in großer Besetzung nach Überlingen.

Der Umzug beginnt mit den kleinen Hänsele, die zunächst allein jucken. In einer zweiten Gruppe folgen die Väter mit ihren Kindern, anschließend ziehen die großen Hänsele in weiteren Gruppen durch die Stadt. Hänselevater Uwe Wolfensperger bittet darum, sich bei der Aufstellung in der Friedhofstraße ab 18.30 Uhr gleichmäßig zwischen den sechs Musikkapellen zu verteilen. Es können und sollen nicht alle Hänsele ausschließlich bei der Stadtkapelle mitjucken, betont Wolfensperger.

Nach dem Eintreffen auf der Hofstatt werden die Kinderhänsele weiter auf den Pflummernplatz geführt, wo sie von ihren Eltern abgeholt werden können. Kinder, die ihre Eltern nicht sofort finden, werden ins Festbüro der Narrenzunft auf der Südseite des Rathauses gegenüber der Hofstatt gebracht. Wolfensperger bittet alle Eltern, ihren Kindern einen Zettel mit der Handynummer in die Innentasche des Hänsele zu stecken, um im Bedarfsfall schnell Kontakt aufnehmen zu können. „Es gehen keine Kinderhänsele verloren“, versichert der Hänselevater.

Zugleich richtet er eine wichtige Bitte an alle teilnehmenden Hänsele: Vor Beginn des Umzugs sollen sie sich nicht den Zuschauern zeigen, insbesondere nicht im Bereich und in Sichtweite des Hänselebrunnens. Hänselesein bedeute, vermummt aufzutreten. Die Hänselekappe müsse in der Öffentlichkeit und insbesondere während des Hänselejucks stets geschlossen bleiben.

Darüber hinaus ist beim Karbatschenschnellen auf ausreichend Abstand zu achten. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, bei schnellenden Hänsele entsprechend vorsichtig zu sein, mahnt Hänselevater Uwe Wolfensperger.